Henry Marx Collection


Henry Marx, Journalist, seit 1937 im New Yorker Exil, wurde am 3. November 1911 in Brüssel geboren. Er lebte von 1926 bis 1937 in Berlin, wo er sein Abitur machte und an der Friedrich-Wilhelms-Universität, der späteren Humboldt Universität zu Berlin, studierte.

 

Die NS-Machtübernahme bedeutete für Henry Marx die Beendigung seines Jurastudiums ohne Examen. Am 22. Juni 1934 wurde er aufgrund einer Denunziation verhaftet und in das Gefängnis der Geheimen Staatspolizei gebracht. Von dort aus wurde er in die Konzentrationslager Oranienburg und Lichtenburg überführt.

Nach seiner Emigration in die USA wurde er Mitglied der Redaktion der 1834 gegründeten New Yorker Staats-Zeitung und des Herold. Gleichwohl studierte er seit 1938 am Washington Square College der New York University Literatur sowie Geschichte und Politik. Ein wichtiger Teil seiner Arbeit galt von nun an der deutschen, vom Exil geprägten, Theatergeschichte.


16 Jahre lang war Henry Marx dann Mitarbeiter des Goethe-Instituts in New York. Daneben war er auch für Presse und Verlage “die“ Stimme Amerikas in Deutschland, bis er für sein letztes Lebens- und Schaffensjahrzehnt zum Chefredakteur der Wochenzeitschrift Aufbau ernannt wurde. Die deutsch-jüdische Zeitschrift wurde nach Hitlers Machtantritt von Emigranten gegründet.

 

In Anwesenheit von Carin Drechsler-Marx wurde die von ihr gestiftete zeitgeschichtliche Bibliothek ihres Mannes Henry Marx (3.11.1911- 22.6.1994) am 12. September 2006 am Lander Institute for Communication about the Holocaust and Tolerance eröffnet. Die Festansprache hielt Prof. Dr. Henry Friedlander, New York, das Grußwort hatte Senator Dr. Thomas Flierl.